Ichenhauser Handballer nach verschlafenem Start stark verbessert. Danach folgte eine nervenaufreibende Partie für alle Beteiligten

Nichts für schwache Nerven war die Partie zwischen dem TSV Aichach und dem SC Ichenhausen am vergangenen Samstagabend. Nach verschlafenem Start der Königsblauen (8:1) und einer frühen Auszeit der Gästemannschaft in der 9. Minute fanden die Königsblauen zurück ins Spiel und lieferten den Hausherren einen kämpferisch und spielerisch stark verbesserten Schlagabtausch gegenüber den vorangegangenen Partien.
Ausgebremst wurde Ichenhausens Aufhol-Offensive durch zahlreiche fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen in entscheidenden Momenten, die selbst beim Gegner und den zahlreichen Zuschauern für Unverständnis sorgten. Ein weiterer Bruch erfolgte durch die Verletzung von Tobias Pröbstle, der längere Zeit behandelt werden musste und allem Anschein nach für längere Zeit ausfallen wird.
„Heute haben meine Spieler nach dem verschlafenen Start gezeigt, dass sie mit allen Gegnern mithalten können, wenn die Einstellung passt und der gesamte Kader zur Verfügung steht. Leider wurden wir in entscheidenden Momenten durch Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt, bei denen sich nicht mal die Unparteiischen selber untereinander einig waren. Teilweise waren nur drei meiner Spieler auf dem Feld. Die unterschiedliche Regelauslegung machte es unmöglich Aichach nochmals in Bedrängnis zu bringen“, so der SCI Trainer. Eine starke Partie bot dabei Alexander Lindner, der mit seinen 8 Treffern hervorzuheben ist.

Die Königsblauen reisen diesmal zuversichtlich zum nächsten Auswärtsspiel nach Aichach

Seit dem Start in die Punkterunde musste beim SCI aufgrund von Verletzungen, Krankheit und terminlichen Verhinderungen einiger Spieler immer wieder stark improvisiert werden.

Dem personell stark gebeuteltem Team vom Trainerduo Mayer/Jekel standen bis auf das Spiel gegen Friedberg meistens nur die Hälfte des Kaders zur Verfügung. Das dürfte mit der Hauptgrund sein dass die Königsblauen bisher punktlos das Tabellenende zieren.

Doch langsam wird Licht am Tunnel für das Team an der Günz. Mit Patrick Müller und Robert Schössler stehen wieder zwei Leistungsträger zur Verfügung. Tobias Pröbstle, Nils Ahrens und Manfred Grimm sind auch wieder zurück und auch von Nick Unger gibt es positives zu vermelden.
Der Linkshänder der bisher auf der rechten Angriffseite schmerzlich vermisst wurde, wird in nächster Zeit seinem Team ebenfalls wieder zur Verfügung stehen. Das eröffnet für die nächsten Wochen neue Perspektiven um gegen Aichach, Niederraunau und Haunstetten auch punkten zu können. Hornung&Co. benötigen in den nächsten drei Partien dringend Punkte um nicht den Weihnachtsbaum in der Winterpause mit der roten Laterne zu beleuchten. Sollten für Samstag Alexander Lindner und Max Schubert auch noch fit werden, dann können Mayer/Jekel fast schon aus dem Vollen schöpfen.

Zuerstmal müssen die SCI Spieler jedoch nach Aichach bevor es dann eine Woche später im Heimspiel zum Derby mit dem TSV Niederraunau kommt.

Die Aichacher stehen mit 6:8 Punkten auf Platz 7 und konnten die Punkte gegen Niederraunau, Königsbrunn und Friedberg erringen. Am vergangenen Spieltag verloren die Mannen von Manfred Szierbeck mit 33:28 in Bobingen.

Gegen Aichach fehlt Torhüter Peter Brucker, der in den letzten Partien eine ordentliche Leistung gezeigt hatte.

Anpfiff ist in der Sporthalle am Gymnasium in Aichach um 19:15 Uhr.

Der SCI belohnt sich abermals nicht

Am Samstag Abend spielten die Handballer SC Ichenhausen gegen die HSG Lauingen - Wittislingen. Beim Gegner war ein bekanntes Gesicht zu sehen, Andreas Biller, der ehemalige Torwart und Trainer des SCI spielt wieder bei seinem Jugendverein.

Nach dem Anwurf überrannten die Königsblauen schnurstracks den Gegner und nach 11 Sekunden fiel das erste Tor für den SCI durch den Routinier Istvan Walczer. Die HSW benötigte die gleiche Zeit für ein schnelles Gegentor. Wie beim Spiel gegen Schwabmünchen schaffte es der SCI wieder, sich innerhalb einer Minute drei gelbe Karten abzuholen, somit war in der sechsten Spielminute das Kontingent verbraucht. Beide Mannschaften spielten sehr kampfbetont und blieben eng beieinander, die Königsblauen gingen mit einem leichten 13:15 Rückstand in die Halbzeit, bis dahin war noch alles offen. Die zweite Spielhälfte starteten die Lauinger wieder sehr beherzt und beim SCI funktionierte nichts mehr. Innerhalb von sechs Minuten hatte die HSG einen 6:0 Lauf, was Trainer Robert Mayerzu einer sehr frühen Auszeit bei einem acht Tore Rückstand zwang. Die Pause zeigte Wirkung, der SCI kam in Schwung und hatte bis auf vier Tore aufgeholt, nun nahm die HSG das Timeout. Neu eingestellt ging es weiter und die HSG verwandelte in derletzten Sekunde noch einen Treffer zum 25:31. Fazit zum Spiel, im Angriff zu viele technische Fehler und vermeintlich Freie wurdennicht verwertet. Dies führte zu sehr vielen Gegenstößen die für den SCI kaum zu verteidigen waren. Nächstes Wochenende trifft der SCI auswärts auf Aichach.

 

Derby am Samstag gegen die HSG Lauingen-Wittislingen

Am Samstag (16.11.2019) gastiert die Spielgemeinschaft der HSG Lauingen-Wittislingen um 19:15 Uhr in der Franziska Ziehank Halle.

Die Mannen vom Trainer Trio Joekel/Denk/Sandner haben bisher eine ausgezeichnete Runde zu verbuchen und stehen mit 8:4 Punkten auf dem 4.Tabellenplatz. Das sei laut Trainer Mayer kein Zufall sonder völlig zurecht, denn der SCI Coach konnte sich am vergangenen Spieltag ein Bild vom nächsten Gegner der Königsblauen machen und sah dabei eine souveräne Leistung der Mohrenstädter gegen den TSV Bobingen. Zugleich warnt er die Seinen, den kommenden Gegner aufgrund der beiden Siege aus der Vorsaison auf gar keinen Fall auf die leichte Schulter zu nehmen, schließlich kann die HSG im Gegensatz zum SCI auf die volle Kaderstärke zurückgreifen und hat vier Siege auf dem Konto.
Mayer sieht in der HSG ein gut eingespieltes Team das auch auf der Torhüter Position mit Christian Rommel und Andreas Biller, der noch in der vergangenen Saison das Trikot des SCI trug, sehr gut besetzt. Dennis Meitinger, Philipp Wenger und Christian Kinzler sind mit insgesamt 102 Treffer bisher die herausragenden Schützen der HSG.

Beim SCI ist Wiedergutmachung angesagt. Diemal wird trotz der Personal Misere nicht gejammert sondern rückbesinnt auf die eigene Stärke, die zweifelsohne bei den Königsblauen vorhanden ist aber bisher leider noch nicht abgerufen wurde. Es folgen jetzt auch mit Lauingen-Wittislingen, Aichach und Niederraunau Gegner die laut Kapitän Hornung besiegt werden können und auch aufgrund der Tabellensituation geschlagen werden müssen.

Ganz unten angekommen

Für die Handballer des SCI gibt es nichts mehr schön zu reden, sie sind ganz unten angekommen und haben sich am Tabellenende festgesessen. Entgegen dem Plan, möglichst schnell der Abstiegszone zu entgehen beginnt schon nach der ersten Hälfte der Vorrunden der Kampf gegen den Abstieg. Dass es in Schwabmünchen nicht einfach wird war klar, das Team aus den westlichen Wäldern spielt schon seit Jahren in der BOL ganz oben mit, zusätzlich kommt das Verletzungs- und Krankheitspech der Königsblauen mit dazu. Von der Stammmanschaft fehlten mit Müller, Schößler, Pröbstle, Unger und Grimm wichtige Leistungsträger. Die ersten Minuten begannen mit einem schnellen Schlagabtausch, nach genau drei Minuten hatten beide Team jeweils drei Tore geschossen. Dann kehrte der SCI in seine alte Muster zurück und versuchte Fehler in der Deckung durch unnötige Aktionen zu kompensieren, das Schiedsrichtergespann Bräunlein / Meck bestrafte diese mit gelben Karten. So kassierten die Königsblauen in weniger als einer Minute drei gelbe Karten und hatten das Kontingent an Verwarnungen schon in der vierten Minute verschenkt. Die Gastgeber drückten weiter aufs Gas und setzten sich ab, nach 15 Minuten hieß es 12:5. Der SCI stemmte sich dem nicht stark entgegen und nur durch den sehr gut aufgelegten Torwart Brucker konnte ein noch größeres Desaster verhindert werden. Mit einem 16:10 gingen die Schwabmünchner verdient in die Halbzeit. Die Pause half den Gästen nicht viel, der gezeigte Einsatz war zu gering um das Spiel drehen zu können. Dann verstärkten sich die technischen Fehler und Ballverluste waren die Folge. Aufgrund der schlechten Rückzugsbewegung stand Keeper Brucker oft alleine den Angreifern gegenüber und parierte doch noch so manchen Wurf. In Summe war der SCI mit dem Endstand von 36:23 noch ganz gut bedient. Für das Trainerteam wird es nicht einfach werden die Spieler wieder neu auszurichten, dass sie Handball spielen können steht außer Frage, aber Einstellung, Motivation und Kampfbereitschaft lässt sich nicht so einfach einstellen bzw. trainieren.

 Tor: Brucker, Prünstner, Laumer

Lindner 2, Yapicioglu 1, Englet 4, Hornung M. 2, Ahrens , Schubert 2, Walczer 4, Sütsch 1, Hornung F. 2, Hornung T. (5/2)

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